Tarotkarte: Der Eremit

Die Tarotkarte „Der Eremit“

„Der Eremit“ aus den Tarotkarten steht auf dem Gipfel eines verschneiten Berges. Weiterhin fällt beim Kartenlegen auf: Er trägt einen langen grauen Mantel mit Kapuze und einen Bart. Seine linke Hand hält einen Stab, der ihm auf seinem Weg Halt gibt. Laut einer Kartenlegerin kennt aber nur „Der Eremit“ selbst diesen Pfad, den er gehen muss und nur er kann ihn gehen – ganz allein.

Die Darstellung hält insgesamt, was der Kartenname verspricht: Der Einsiedler steht ganz allein und ruhig da und blickt in sich gekehrt auf den Boden vor sich. In seiner rechten Hand befindet sich eine Laterne mit einem Stern darin, der ihm leuchtet. Minimalistische Landschaftszüge verdeutlichen dieses Abgeschiedenheitsgefühl, welches der Tarot-Eremit dem Betrachter damit transportiert. „Der Eremit“ ist offenbar auf dem Weg zu irgendetwas, doch ist es kein physikalisch zu beschreitender Weg, dem der Fragesteller hier folgen soll.

Vielmehr ist an dieser Stelle die Reise zum eigenen Innersten gemeint. Deswegen wird „Der Eremit“ oft auch als Karte der Innenschau bezeichnet. Selbstreflexionen und wichtige Identitätsfragen schweben also im Raum. Offiziell trägt diese Tarotkarte die Kartennummer 9. Darüber hinaus wird ihr als Astrokarte häufig das Tierkreiszeichen Steinbock zugeordnet.

Allgemeine Bedeutung:
Der Eremit

„Der Eremit“ steht als Tarotkarte für den Weg zum inneren Selbst. Bei dieser zehnten Tarotkarte gilt es nun, sich der Hektik des Alltags zeitweise zu entziehen. So gibt uns die Tarotkarte „Der Eremit“ die Möglichkeit, Abstand zu gewinnen, um etwas als Ganzes zu sehen und so neu beurteilen zu können. „Der Eremit“ symbolisiert im Tarot aber auch Erleuchtung und Weisheit, weil er sich mit seinem Innersten auseinandersetzt, um seine ureigene Identität zu erkennen und zu spüren. Die Kunst bei diesem Selbstfindungsprozess besteht darin, sich zwar von Zeit zu Zeit geistig abzugrenzen, aber sich nicht völlig von seiner Außenwelt zu isolieren.

Die Sicht nach Innen zu lenken, das „innere Licht“ zu finden, versetzt uns in den Zustand innerer Ruhe und Meditation. Bei dieser eremitischen Lebensweise versäumt man nichts, sondern gewinnt die Erkenntnis, dass die größte Kraftquelle in uns selber ruht. Es geht mit dem „Eremit“ als Situationskarte folglich besonders um das Suchen und Finden von Antworten. Als Personenkarte steht „Der Eremit“ oft für ältere Männer und Großväter.

Als Tageskarte – „Der Eremit“ für heute

Wird „Der Eremit“ als Tageskarte gezogen, muss man zum souveränen Gehen des eigenen Wegs zu sich selbst finden und einen klaren Kurs abstecken. „Der Eremit“ hilft, sich dessen bewusst zu werden und ermutigt dazu, einen reiflich überlegten (Tages-)Plan heute umzusetzen – ohne sich durch Strohfeuer allzu sehr ablenken zu lassen. Wichtig ist es hierbei, seinem „inneren Licht“ ausreichend Beachtung zu schenken und über den Tag verteilt ganz bewusst Ruhezeiten zur inneren Einkehr herbeizuführen. Auf diese Weise gestärkt, können uns die negativen Tagesenergien nicht mehr ohne Weiteres vom Weg abbringen.

Als Jahreskarte – „Der Eremit“ für das Jahr

Wird „Der Eremit“ als Jahreskarte gezogen, steht dem Fragesteller ein gedankenvolles Jahr bevor. Entscheidungen und eingeschlagene Wege sollten überprüft und gegebenenfalls in den kommenden 12 Monaten geändert werden. Wer dabei besonnen vorgeht und sich im richtigen Moment immer genügend Bedenkzeit einräumt, wird aus dieser Phase zufriedener hervorgehen können.

Deutung für die Zukunft

Geht es um das Beantworten persönlicher Zukunftsfragen, ist die Erwartungshaltung natürlich hoch. Wer hört oder liest nicht gerne, dass alles gut und schön wird? Doch kann es durchaus sein, dass „Der Eremit“ unangenehme Aussagen aufweist.

Denn manchmal verbergen sich in der Tarotkarte „Der Eremit“ in erster Linie wichtige Denkanstöße, Hinweise oder Warnungen. Welche positiven und negativen Aspekte sich mit der Karte „Der Eremit“ grundsätzlich in Verbindung bringen lassen, lesen Sie in den folgenden Abschnitten.

„Der Eremit“ als positive Tarotkarte

Unter dem positiv gedeuteten „Eremiten“ kommt es zur Klärung der eigenen Ziele. Ruhe und Zurückgezogenheit fördern den Prozess zusätzlich. An seinem Ende stehen Klugheit, Reife und die Fähigkeit, die Zurückgezogenheit von der Einsamkeit zu unterscheiden. Die Weisheit reift in der Abgeschiedenheit. Man verpasst nichts, alles geschieht zum richtigen Zeitpunkt. Geduld und das Wissen, dass eine Reise ins Innere ungeahnte Kräfte freiwerden lassen kann, sind jetzt wichtiger denn je.

„Der Eremit“ als negative Tarotkarte

Zu viel Zurückgezogenheit kann zu Einsamkeit führen – besonders dann, wenn man den Draht zu seinen Mitmenschen verliert. „Der Eremit“ tritt in diesem Fall als warnendes Element auf: Er zeigt negativ gedeutet an, dass sich der Fragesteller möglicherweise in einer Sackgasse befindet. Denn ist ein Mensch nicht mehr in der Lage, seinen Blick auch wieder nach außen zu richten, weil er sich verschlossen hat, ist er in sich gefangen und hat die Fähigkeit des „Sich-Hineinversetzens“ in andere verloren.

Im Liebestarot – „Der Eremit“ für die Liebe & Partnerschaft

Deutung für Liebespaare: In bestehenden Beziehungen verhält man sich gegenüber dem geliebten Partner oder der Partnerin am besten aufmerksam und sorgsam, wenn „Der Eremit“ als Beziehungskarte gezogen wird. Denn es sind oft die kleinen, alltäglichen Liebesbeweise, die eine starke Liebesbeziehung am Laufen halten.

Deutung für Singles: Verliebte Singles sollten sich mit dem „Eremit“ als Liebestarot-Karte genau überlegen, mit wem sie eine Beziehung eingehen wollen und nicht leichtfertig aus einer Laune heraus ihren neuen Liebespartner wählen. Liebe muss nicht perfekt sein, sondern echt.

Wie lässt sich für Ihr Liebesglück „Der Eremit“ deuten?
In einer personalisierten Liebesdeutung mit dem „Eremiten“ können Sie neue Quellen Ihres Bewusstseins erschließen und in Erfahrung bringen, wie hilfreich diese Tarotkarte als Liebesbote für Ihre ganz persönlichen Liebesangelegenheiten ist.

Berufstarot – „Der Eremit“ für Beruf & Karriere

Erfahrung und Übersicht zahlen sich nun im beruflichen Bereich aus. Mit dem „Eremit“ als Berufskarte geht es aber nicht darum, ein Projekt bei der Arbeit als erster abzuschließen. Vielmehr ist es ratsam, ganzheitlich und effektiv vorzugehen. Vielleicht haben die Kollegen ja einen guten Rat parat?

Gesundheitstarot – „Der Eremit“ für die Gesundheit

Wurde „Der Eremit“ als Gesundheitskarte aufgedeckt? Dann ist Abschalten, in Form von Meditationsübungen oder der Aufenthalt an einem beruhigenden Ort, jetzt gefragt. So lassen sich auch die gesundheitlichen Kraft-Reserven schnell wieder auffüllen.

Finanztarot – „Der Eremit“ für Geld & Finanzen

„Der Eremit“ als Finanzkarte lässt die Geldbörse nicht allzu locker sitzen. Man legt bei angedachten finanziellen Ausgaben mehr Wert auf Qualität und möchte nicht unbedingt das erstbeste Schnäppchen mitnehmen.

Kombinationen – „Der Eremit“

Auf diese Kombinationen sollten Sie achten, wenn „Der Eremit“ mit Umgebungskarten gedeutet wird:

  • Taucht Der Eremit zusammen mit den Fünf Münzen auf, spricht dies oft für eine Krise des Fragestellers, die ihn einsam macht.
  • Wird zusätzlich das Schicksalsrad gelegt, ist diese Kombination ein Indiz für längerfristiges Glück.
  • Zusammen mit dem Stern wird das Bedürfnis gefördert, sich von der Welt zurückziehen zu wollen, um sich tiefergehende Gedanke über das eigene Leben zu machen.

Weitere Bedeutungsveränderungen des „Eremiten“ erfahren Sie von unseren Beratern, die Ihnen gerne zur Verfügung stehen, wenn Sie für Ihre persönliche Situation die Tarotkarte „Der Eremit“ kombiniert gedeutet haben möchten.

Zuordnungen – „Der Eremit“

Leitmotiv: Weisheit
als Trumpf: IX (Große Arkana)
als Planet: Neptun (Jupiter)
als Sternzeichen: Steinbock (Jungfrau, Löwe)
als Buchstabe: Jod (Hebr.)
als Edelstein: Lapislazuli

Weitere Kartennamen: The Hermit (Rider-Waite-Tarot) – The Hermit (Aleister-Crowley-Tarot) – L'hermite (Marseille-Tarot)

Was bedeutet der umgekehrte „Eremit“?
Wird „Der Eremit“ umgekehrt gelegt, kann sich der Rückzug aus seinem gewohnten Umfeld als emotionales Risiko entpuppen.

Fazit zur Tarotkarte:
Der Eremit

In der vorübergehenden Zurückgezogenheit liegt die Chance, zu neuer Kraft zu gelangen. Auch Heilung und die Entdeckung bisher unbekannter Fähigkeiten gehören unbedingt ins Fazit zur Karte IX „Der Eremit“.

Doch Vorsicht: Man darf dabei den Zeitpunkt nicht verpassen, aus der inneren Einkehr zurückzukommen. Auch sollte man nicht die Fähigkeit verlieren, Toleranz walten zu lassen. Ein weiterer Tipp vom „Eremit“ lautet: Man darf sich auch nicht zu sehr seinen inneren Ängsten überlassen. Es ist enorm wichtig, die richtige Lernaufgabe zu erkennen und aus der Reise zum Selbst einen großen Nutzen zu ziehen. Man muss sich nur die Zeit dafür nehmen.

Nachdem man also Kraft getankt und zu sich selbst gefunden hat, kann man sowohl alte Projekte gelungen zum Abschluss bringen als auch neue Ideen angehen. Wichtig ist nur, dass man sich auch vor verrückten Plänen nicht komplett verschließt.

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Tarotkarte „Der Eremit“

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