Deutung und Bedeutung der Tarotkarten

Die Tarot Karten aus Österreich legen und richtig deuten

Tarot Online

Die Tarotkarten können und werden Ihnen neue Wege aufzeigen. Denn die Tarotkarten gehören zu den beliebtesten Wahrsagekarten beim Kartenlegen und wirken wie ein Spiegel Ihrer selbst, der Ihnen ein Bild Ihrer Wünsche und Hoffnungen aber auch Ihrer Sorgen und Ängste zeigt.

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Kartenlegen mit Tarotkarten

Inhaltsverzeichnis

Das Tarot ist das meistgenutzte Kartendeck bei astrozeit24 und wird gerne beim Kartenlegen online oder beim Kartenlegen am Telefon für einen präzisen Blick in die Zukunft genutzt.

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Große Arkana: Alle Tarotkarten Bedeutungen gratis online lesen

* Alle 22 Tarotkarten werden mit Genehmigung durch den Verlag Königsfurt-Urania abgebildet

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Tarotkarten legen und Geheimes durchs Tarot entdecken

Das Tarot ist im Bereich spiritueller Lebensberatung das wohl bekannteste Legesystem und am häufigsten verwendete Kartendeck. Online Tarot Legungen oder telefonische Tarotkarten Legungen verhelfen zu präzisen und tiefen Einsichten in jede Problemstellung Ihres Schicksals und Lebensweges.

Sei es ein Konflikt, den es zu lösen gilt, konkrete Probleme zur fragenden Person selbst oder die Suche nach bestimmten Lebensaufgaben. Mithilfe des Tarots kann Verborgenes aufgedeckt und so dem Fragesteller hilfreiche Antworten geliefert werden.

Diese Seite beschäftigt sich mit der Herkunft und Bedeutung des Tarots sowie mit verschiedenen Tarotdecks, den unterschiedlichen Interpretations-Ansätzen und den Legesystemen beim Tarot. Im oberen Abschnitt auf dieser Seite finden Sie mehr zur Deutung und Bedeutung einzelner Tarotkarten. So finden Sie alles Wissenwertes über Tarotkarten auf einen Blick.

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Für eine schöpferische Pause, zur zielgerichteten Selbstbesinnung und offenen Neuausrichtung Ihrer selbst. Jede Tarotkarte zeigt Ihnen ein Bild, das Sie zum Träumen und Rätseln einlädt.

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Die Entstehung des Tarot Kartendecks

Die genaue Tarot Herkunft ist bis heute ungeklärt, weshalb sich um die Entstehung auch viele Mythen und Legenden ranken. Nach dem französischen Mystiker Papus entstand das Tarot angeblich bereits im alten Ägypten. Demnach hätten die Weisen des Landes nach einer Möglichkeit gesucht, ihr jahrtausendealtes Wissen zuverlässig für die Nachwelt zu erhalten. Das Auslegen der Karten sei in ihren Augen etwas, das alle Zeit überdauere.

Abgesehen von diesen Spekulationen lässt sich zum Tarot aber Folgendes sagen: Unter anderem Namen („triumphi“ bzw. „trionfi“, ähnlich dem Begriff „Trumpf“) werden vergleichbare Kartenspiele bereits im 15. Jahrhundert in Europa genannt. Wobei die Anzahl und Unterteilung damals noch nicht der heutigen entsprach.

Das Wort Tarot: Ursprung und Begriffsklärung

Der Ursprung des Begriffs „Tarot“ ist ebenso schwer festzustellen, wie die Anfänge der Tarotkarten. In Deutschland wurde das Wort „Tarock“, in Italien „Tarocchi“ und im Rätoromanischen der Begriff „Troccas“ für ein bestimmtes Kartenspiel verwendet. Dieses entspricht aber nicht dem heutigen Tarot. Dennoch gehen einige Tarot Experten von einer gemeinsamen Herkunft des Begriffs Tarot aus. Andere verweisen auf die Möglichkeit, dass das Wort „Tarot“ vom französischen „tarotée“ (kariert) abstammen könnte.

Ungeachtet dieser Unklarheiten lässt sich zumindest einigen Schriften aus der Mitte des 17. Jahrhunderts entnehmen, dass zu dieser Zeit ein Kartenblatt unter dem Namen „Tarot“ (o. ä.) in Frankreich existiert haben muss. Und dieses hatte vermutlich auch bereits nahezu die Form des heute üblichen Tarot-Decks. Im 18. Jahrhundert fasste der Schweizer Geistliche und Freimaurer Antoine Court de Gébelin die Bedeutung der Tarotkarten in seinem 8. Band von „Le monde primitif“ schriftlich zusammen.

Das Tarot-Deck: Aufbau der Tarotkarten

Ein heutiges Tarotdeck besteht regulär aus 2 Kartensystemen: Die Große Arkana und die Kleine Arkana. Die große Arkana setzt sich aus 22 Tarotkarten zusammen, die kleine Arkana umfasst 56 Tarotkarten. Beide Tarot Gruppen werden mitunter auch kleines Arkanum oder großes Arkanum genannt. Allerdings kann auch eine einzelne Tarot Karte als Arcanum bezeichnet werden.

Arkanum heißt soviel wie „Geheimnis“, womit bereits ein Wink auf den Verwendungszweck der Tarotkarten gegeben ist. Das Tarot soll helfen, Geheimnisse zu entdecken, die einem ohne die Tarotkarten vielleicht verborgen bleiben würden.

Die Anzahl der Tarot Karten

Wie viele Tarotkarten gibt es? Ein vollständiges Tarot Deck beinhaltet 78 Tarotkarten. Die Tarot Kartenanzahl ergibt sich aus der Summe der Zahlen 1-12 (also 1+2+3+4+...=78), wobei die Zahl 12 in vielen Kulturen eine tiefere Bedeutung hat (12 Götter im Olymp, 12 Apostel, 12 Ritter der Tafelrunde, etc.). Beim Tarot steht sie für Vollständigkeit und die Zahl 78 demnach für das große Ganze. Es existieren zwar auch Tarotdecks mit weniger oder mehr Tarot Karten, aber die Form mit 78 Tarot Karten ist die geläufigste.

Große Arkana: Bedeutung und Aufbau

Wesentlichstes Erkennungsmerkmal der Tarotkarten aus dem großen Arkanum ist die reguläre Durchnummerierung dieser Karten von 0 bis 21. Allerdings bleibt in manchen Tarotblättern die erste Karte auch unnummeriert. Im Raider Waite Tarot gibt es sogar zwei umnummerierte Tarotkarten. Während die Gerechtigkeit im Marseille Tarot die Zahl 8 trägt, hat sie bei Waite den Zahlenwert 11. Die Karte „Die Kraft“ trägt im Waite Tarot dagegen die Nummer 8 und im Marseille Tarot die Zahl 11.

Heute ist es üblich, dass „Die Welt“ die finale Karte der großen Arkana in einem Standard-Tarot bildet. Da im Tarotkartenblatt erstmalig Trumpfkarten in einem Kartenspiel eingeführt worden sind, werden diese 22 Tarot Karten auch bis heute als Trümpfe oder als Trumpfkarten bezeichnet .

Sie sind damit besonders wichtige Tarotkarten, so wie die Wortherkunft es bereits erahnen lässt: Denn der Trumpf ist eine sprachliche Vereinfachung des Wortes „Triumph“. Wer im Besitz vieler Tarot Trumpfkarten ist, kann also „trumpfen“ und hat damit auch beim Deuten der Zukunft mit den Tarotkarten zunächst erst einmal alle Vorteile in der Hand.

Die 22 Tarot Trumpfkarten der großen Arkana deuten

Folglich beherbergen die 22 Tarotkarten der großen Arkana die Grundlagen jeder Tarot Deutung; auch wenn sich die Trumpf Motive der Großen Arkana von Tarotblatt zu Tarotblatt mal mehr oder weniger voneinander unterscheiden und teilweise auch durch Tiermotive oder andere Bilder dargestellt werden.

Menschen, die professionell Tarotkarten lesen und deuten, sehen in dieser Kartenserie oftmals Lebensthemen und die damit verbundenen Erfahrungen, Wahrnehmungen und Erkenntnisse eines Menschen versinnbildlicht. Elisabeth Haich, eine ungarische Künstlerin und Tarot Autorin, betrachtet die 22 Tarotkarten als 22 Bewusstseinsstufen des Menschen.

So wird dem ein oder anderen Nicht-Tarotkenner vielleicht etwas verständlicher, dass die Große Arkana-Tarotkarten vorallem die symbolhafte Darstellung subjektiver Erlebnisse und Entwicklungen in den Vordergrund ihrer Bildelemente rücken und auch aus dieser Perspektive heraus von Tarotkartenlegern interpretiert werden.

Kleine Arkana: Bedeutung und Aufbau

Etwas anders gestaltet sich dahingegen die Kartenserie Kleine Arkana. Im Standard-Tarot umfasst sie 56 Tarotkarten, die wiederum in 4 Kartengruppen mit jeweils 14 Tarotkarten unterteilt werden können. Eine Kartengruppe setzt sich dabei aus 10 Zahlenkarten (Ass (=1) bis 10) und 4 Bildkarten (oftmals auch Hofkarten genannt) zusammen.

Aber auch hier weichen einige Tarot-Decks von dieser Aufteilung ab und nummerieren beispielsweise alle Kleine Arkana Tarotkarten durch oder verzichten auf die farbliche Unterscheidung der einzelnen Gruppen. Darüber hinaus ist es jedoch üblich, dass jede Tarot Serie der kleinen Arkana mit ihren jeweiligen Symbolen ein Element aus der Vier-Elemente-Lehre versinnbildlicht.

Konkret bedeutet dies, dass das Element Luft durch die Schwerter-Serie im Tarot dargestellt wird. Das Element Feuer findet sich in der Stäbe-Serie und das Element Wasser in der Kelche-Serie wieder. Und schließlich wird das Element Erde in der Münzen-Serie bildlich aufgegriffen. Die französische Deutungstradition weicht jedoch von dieser Zuordnung an, sodass den Stäben dort das Element Erde, den Schwertern das Feuer und den Münzen die Luft zugeteilt wird.

Das Farbprinzip der Tarotkarten des kleinen Arkanums

Wer mit Kartenspielen etwas vertraut ist, dem wird schnell auffallen, dass die 4 Tarot Farben keine unbekannten Spielkartenfarben sind:

Tarot Farbserien
Spielkartenfarbe
Spielkartenfarbe
Stäbe:
Kreuz
Eichel
Kelche:
Herz
Herz
Schwerter:
Pik
Blatt
Münzen:
Karo
Schelle

Das Farbprinzip der Tarotkarten kann dabei durchaus vor dem Hintergrund der spätmittelalterlichen Ständeordnung gelesen werden. Die Schwerter wären demnach das Symbol für den Adel, die (Mess)Kelche würden dem Klerus zugeordnet werden, die Münzen den Kaufleuten und die Stäbe (Knüppel) den Bauern. Andere Deutungsansätze erkennen in den vier Farben des Tarots dagegen eher rituelle Gegenstände und verordnen den Ursprung der Farbserien nach Indien oder in den arabischen Kulturraum.

Die Tarot Zahlenkarten werden sehr häufig rein numerologisch gedeutet bzw. kabbalistisch interpretiert, indem die jeweilige Kartenzahl mit dem jeweiligen Kartensymbol bzw. dem entsprechenden Element in Verbindung gebracht wird. Das heißt, wird die Karte „Vier Kelche“ gezogen, steht die Kombination aus Kelche / Wasser und die Bedeutung der Zahl 4 als Deutungsgrundlage im Raum.

Dieser Deutungsansatz wird besonders plausibel, wenn man sich historische Tarotkarten anschaut. Denn im Gegensatz zum Waite-Tarot weisen die Darstellungen älterer Tarotkarten keine erzählenden Bildsequenzen auf, sondern zeigen dem Kartennamen entsprechend nur drei Stäbe, fünf Schwerter oder eben acht Kelche.

Dagegen sind die 16 Tarot Hofkarten (4 Buben, 4 Ritter, 4 Königinnen, 4 Könige) aus der Farbkarten-Serie sehr häufig die schwierigsten Tarotkarten für Anfänger, wenn eine präzise Tarot Deutung auf symbolischer Ebene angestrebt wird.

Die 56 Tarot Farbkarten der kleinen Arkana deuten

Denn unter Tarotisten gibt es sehr unterschiedliche und teilweise widersprüchliche Wege, diese Hofkarten einzeln oder in Kombination mit anderen Tarotkarten zu deuten.

Das betrifft einerseits die Rollen, die ihnen zuteil werden. So werden die Hofkarten nicht selten als konkrete Personen aus dem Umfeld des Fragestellers gedeutet (Traummann / Traumfrau) oder als Versinnbildlichung von Chancen und Prinzipien angesehen. Auch kann es vorkommen, dass Tarotkartenleger Könige und Königinnen als Personen deuten, Ritter und Buben dagegen nicht.

Andererseits gibt es auch Uneinigkeit bzgl. der Funktion der Geschlechter in den Tarotkarten. Steht der König im Tarot wirklich immer für eine männliche Person oder lässt sich in diesen Karten vielmehr lediglich ein vermeintlich „männliches“ Prinzip erkennen? Wie immer gibt es keine eindeutige Antwort, wie sich die Tarotkarten Symbolik richtig deuten lässt.

Für viele Tarotisten liegt es auch in der Natur der Tarotkarten, dass sich diese nicht immer klar erfassen lassen oder sich die jeweilige Tarot Aussage an bestimmten Positionen im Legesystem ändern kann. Letztendlich entscheidet immer der Einzelfall über die korrekte Deutung im Tarot.

So kann es z. B. durchaus stimmig sein, dass der Tarot Ritter bei einer Legung an der Kartenposition 3 für eine Person aus dem Umfeld des Fragestellers steht, aber an einer anderen Position nur eine in den umliegenden Tarotkarten ersichtliche Entwicklung verstärkt oder sogar für die fragende Person selbst steht.

Der Unterschied zwischen kleiner Arkana und großer Arkana

Wer sich noch nie intensiver mit den Tarotkarten auseinandergesetzt hat, wird sich schnell fragen: Warum heißt die größere Tarot-Serie Kleine Arkana und die kleinere Tarotgruppe Große Arkana? Die Antwort darauf erschließt sich, wenn man die Quintessenz der beiden Tarot Gruppen begriffen hat. Schnell ersichtlich ist, dass die Große Arkana und die Kleine Arkana vollkommen verschieden sind, aber dennoch eine Einheit bilden. Wie kann das sein?

Tarot begreifen: Was passiert und wie wird es aufgefasst?

Während die Tarotkarten der großen Arkana Sinnbilder in den Mittelpunkt rücken, die sich als innere Entwicklungsschritte begreifen lassen, konzentrieren sich die Bildelemente der Kleinen Arkana vor allem auf die vier Werkzeuge Stäbe, Schwerter, Kelche und Münzen.

Folglich kann das Gesamtbild der Kleinen Arkana als Wirkungsumfeld dessen erschlossen werden, WIE etwas subjektiv erlebt wird (Große Arkana). Oder anders ausgedrückt: Die Tarotkarten der Kleinen Arkana verdeutlichen, WAS außerhalb unserer Selbst wirkt oder passiert.

Und da diese Ereignisse oft objektiver Natur sind, liegt es an dem Menschen und seiner Einstellung dazu, wie er damit umgeht. Wie reagieren wir, wenn unsere Wünsche nicht wahr werden? Wie agieren wir in Zeiten voller Glückseligkeit? Wir können die kosmischen Gegebenheiten nicht ändern, aber wir können eben beeinflussen, WIE wir darauf reagieren und damit umgehen. Können wir in dem Negativen auch das Positive erkennen?

Und so erklärt sich schließlich auch, warum die 22 Tarotkarten (und nicht die 56 Tarotkarten) für eine präzise Tarot Legung die größere Bedeutung einnehmen und als große Arkana bezeichnet werden.

6 bekannte Tarot Decks und Tarotkarten Arten

Die Vielzahl der heute erhältlichen Tarotdecks ist immens. Nicht zuletzt aufgrund der langen Tradition des Tarots, existieren heute zahlreiche, in Motiven und Reihenfolge teilweise stark variierende Formen. Von der Entstehung des ersten Tarot-Blatts bis hin zu den heutigen Varianten, die durch ihre teils ausgefallenen Motive auch Freunde der moderneren Gestaltung anspricht, war es also ein langer Weg.

Großen Einfluss auf das heutige Tarotkartenbild wird den drei Mitgliedern des 1988 gegründeten Ordens „Hermetic Order of the Golden Dawn“ nachgesagt. Diese Gruppe erschuf die heute populärsten Kartendecks der Tarot-Blätter: Die Waite Tarotkarten und die Crowley Tarotkarten.

1. Visconti Tarot

Das älteste Tarotdeck der Welt ist das so genannte Visconti Sforza Tarot oder Visconti-Tarot, das wohl in der Mitte des 15. Jahrhunderts in Mailand entstand. Höchstwahrscheinlich wurde dieses Tarot für die Herzogsfamilien Visconti und Sforza gemalt. Dafür spricht, dass die Visconti Tarotkarten teilweise mit Blattgold verziert und sehr elegant von Hand gestalt sind. Dieses Tarot Deck enthielt jedoch noch nicht alle Karten, die heutzutage in einem Tarot-Deck zu finden sind.

Außerdem trugen einige der Visconti Karten Motive der altgriechischen Mythologie und haben daher mit den heute gängigen Tarot Bebilderungen nicht viel gemein. Die Visconti Tarotkarten sind weder mit einer Bezeichnung deklariert, noch sind die einzelnen Visconti Tarot Motive nummeriert. Dennoch kann dieses Blatt als ein Tarot-Vorläufer angesehen werden. 300 dieser elegant gestalteten Visconti Tarot Karten sind der Nachwelt bis heute aus verschiedenen Kartenspielen erhalten geblieben.

2. Marseille Tarot

Das sogenannte Tarot de Marseille stammt ebenfalls höchstwahrscheinlich aus der Mitte des 15. Jahrhunderts und dürfte damit zu den ältesten Tarotkartendecks zählen. Namensgebend für das Marseille Tarot ist die Stadt Marseille in Südfrankreich, wo zur damaligen Zeit viele Kartendecks produziert worden sind. In der heute erhältlichen Form existiert dieses Tarot allerdings erst seit Mitte des 18. Jahrhunderts.

Die Marseille Tarot Motive gehen auf alte Holzstiche zurück und wirken mit nur 4 Farben recht einfach und altmodisch. Doch lässt sich diese einfache Farbgebung auch auf die vier Elemente (Feuer, Wasser, Luft und Erde) zurückführen, die im Tarot bis heute eine wichtige Rolle spielen. Denn die Elemente finden ihre jeweilige Entsprechung in der Serie der Stäbe (Feuer), der Kelche (Wasser), der Schwerter (Luft) und der Münzen (Erde), d. h. im kleinen Arkanum.

3. Wirth Tarot

Das 1889 erstmals erschiene Wirth-Tarot (bzw. Oswald Wirth Tarot) nahm sich das Marseille-Tarot zum Vorbild. Sein Schöpfer, Oswald Wirth (1860-1943), fügte den Motiven zusätzlich Symbole aus dem Kabbalismus sowie anderen Bereichen der Esoterik bei. Dieses Tarot-Blatt besteht jedoch nur aus den 22 Karten der großen Arkana. Die Tarotkarten der kleinen Arkana wurden erst später hinzugefügt.

4. Waite Tarot

Dem berühmten Orden „Hermetic Order of the Golden Dawn“ (zu deutsch: „Hermetischer Orden der goldenen Morgendämmerung“) ist es zu verdanken, dass das Tarot im 19. Jahrhundert in okkultistischen Gesellschaften zu einem angesehenen Instrument der Selbsterkenntnis wurde. Nur dadurch konnte es wohl bis in unsere Zeit überdauern.

Das sicherlich bekannteste und am häufigsten verwendete Tarotkarten Deck, das Rider Waite Tarot, stammt auch aus der Feder zweier Mitglieder des „Golden Dawn“: Arthur Edward White in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Pamela Colman Smith. Das Waite Tarot wurde im Jahre 1910 erstmals veröffentlicht. Die Bezeichnung „Rider“ ist jedoch dem Namen des Verlegers geschuldet.

5. Crowley Tarot

Ein späteres Tarot-Blatt, das Aleister-Crowley-Tarot (oder auch Crowley Thoth Tarot), entstand einige Jahrzehnte danach und erfreut sich fast ebenso reger Beliebtheit, wie das Rider-Waite-Tarot. Dass dem Urheber, Aleister Crowley, nachgesagt wurde ein Schwarzmagier zu sein, passte gut zu der damals vorherrschenden Meinung, Tarot sei generell Teufelswerk. Trotzdem oder vielleicht gerade deswegen ist auch dieses Kartendeck bis heute sehr beliebt.

Die Motive des Crowley-Tarot orientieren sich teils an religiösen Abbildungen aus dem alten Ägypten und werden oft als sehr hübsch empfunden. Die Darstellungsform sowie die Reichhaltigkeit der verwendeten Symbole könnten eine Erklärung dafür sein, warum dieses Deck bis heute so beliebt ist.

6. Zen Tarot

Zudem gibt es andere Karten-Blätter, die zwar auch mit Tarot bezeichnet werden, bei denen die einzelnen Tarotkarten aber nicht dieselben Namen tragen. Die Grundbedeutung und die Unterteilungen, wie die Aufteilung in die großen und kleinen Arkana sind meist aber auch hier enthalten.

Das sogenannte Osho Zen Tarot (oder auch Zen Tarot oder Osho Taro) ist beispielsweise ein solcher Vertreter, dessen Karten Titel wie „Durchbruch“ oder „Mut“ tragen. Genauso wie beim „normalen“ Tarot, wird aber auch hier mit der großen Arkana die spirituelle Reise des Menschen durch archetypische Symbole und Thematiken dargestellt.

Das kleine Arkanum wird beim Zen Tarot jedoch nicht durch die Serie der Stäbe, Kelche, Schwerter und Münzen, sondern durch verschiedene Farben symbolisiert. So steht die Farbe Rot im Osho Zen Tarot für die Feuer-Serie (Stäbe), Blau für die Wasser-Serie (Kelche) sowie die Farbe Grau für die Luft-Serie (Schwerter). Bunt steht für die Erd-Serie, die in anderen Decks durch die Münzen abgebildet werden.

Was lässt sich über die Tarotkarten abfragen?

Prinzipiell lässt sich mit dem Tarot jede Frage klären. Solange sie ernst gemeint ist und der Fragesteller bereit ist, die Tarot Antwort zu hören.

  1. Mit dem Tarot eine Entwicklung herausfinden
  2. Mit dem Tarot einen aktuellen Stand erfragen
  3. Mit dem Tarot zukünftige Perspektiven abfragen
  4. Mit dem Tarot Ursachen und Hintergründe erforschen
  5. Mit dem Tarot eine Entscheidung ausloten
  6. Mit dem Tarot etwas über sich erfahren
  7. Mit dem Tarot einen Rat einholen

Am Telefon Tarotkarten legen lassen

Ihre Tarotkartenlegerin analysiert die einzelnen Tarotkarten und interpretiert für Sie telefonisch deren Bedeutung und Aussage für Ihre Zukunft. Aus den Legeergebnissen leitet sie mit Hilfe der Tarotkarten treffsicher Ihre persönlichen zukünftigen Tendenzen ab und sagt Ihnen so die Zukunft voraus. Ihre offenen Tarot Fragen an die Zukunft werden von unseren geprüften Tarotkartenlegerinnen schnell und ohne Umschweife beantwortet.

Beim Online Tarotkarten legen oder telefonischem Tarotkarten ziehen werden die Tarotkarten von unseren Tarot Experten einzeln interpretiert. So kann Ihnen eine Tarotkartenlegerin Ihrer Wahl immer eine Bedeutung und Aussage zu Ihrer Fragestellung gegeben. Aus diesen Ergebnissen lassen sich zukünftige Tendenzen ableiten, das sogenannte Tarotorakel entsteht. Ihre Zukunft wird sichtbar und offene Fragen können treffsicher durch die Tarotkarten beantwortet werden.

Tarotkarten befragen: Warum lassen sich im Tarot Antworten finden?

Die Beantwortung einer Frage durch das Legen einer Tarotkarte unterscheidet sich in zweierlei Hinsicht. Zum einen gibt es die esoterisch-spirituelle Erklärung und zum anderen den psychologischen Erklärungsansatz. Beide sind sich zumindest darin einig, dass eine gewisse Parallele zwischen dem besteht, was die Karten zeigen und dem, was real existiert.

Des Weiteren ist allen Ansätzen gemein, dass sie das Tarot als Möglichkeit nutzen, zu tieferem Wissen über eine Problemstellung oder eine Sache zu gelangen.

Wie funktionieren Tarotkarten?
Psychologischer Erklärungsansatz

Die psychologische Tarot Erklärung geht davon aus, dass dem Fragesteller durch eine Tarot Legung unbewusste Gefühle, emotionale Zusammenhänge und persönliche Eigenschaften deutlich werden. Einfach gesagt kann man das Kartenlegen mit den Tarotkarten als Möglichkeit verstehen, sich selbst einen Spiegel vorzuhalten. Demnach bildet das Tarot-Blatt an sich alle Möglichkeiten menschlicher Erfahrung vollständig ab. In dieser Deutungsform findet das Tarot manchmal auch in der Psychotherapie Verwendung.

Die psychologische Erklärung umfasst ein Tarotkarten-Deck, welches zwei (großes und kleines Arkanum) oder drei (großes Arkanum, Hofkarten und Zahlenkarten) Systeme enthält, die die möglichen Erfahrungen des menschlichen Lebens vollständig abbilden.

Wie funktioniert Tarot?
Spiritueller Erklärungsansatz

Die esoterisch-spirituelle Tarot Erklärung ist weit verbreitet und besagt, dass zwischen den Tarotkarten und dem, was real existiert ein wissenschaftlich nicht erklärbarer Zusammenhang besteht. So bilden die Tarotkarten nicht nur die Realität und ihre verborgenen Zusammenhänge in Vergangenheit und Gegenwart ab.

Sondern auch zukünftige Ereignisse und Tendenzen werden durch das Tarot sichtbar, da durch die Tarotkartenlegung eine Verbindung zur spirituellen Welt hergestellt wird. Daher dienen die Tarotkarten vielen Anwendern als Orakel. So kann man das Tarot als ein Guckloch in die geistige Welt betrachten, durch das dem Fragesteller essentielle Einblicke in spirituelle Zusammenhänge gewährt werden.

Wo geraten die Aussagen der Tarotkarten an ihre Grenzen?

Wie bereits erwähnt, kann man die Tarotkarten zu allem befragen, was einem wichtig ist. Folglich können Sie das Tarot zur Gesundheit befragen, sich mit dem Tarot berufliche Entwicklungen zeigen lassen oder das Tarot über Ihre Liebeszukunft ausfragen. Wurde Ihre Tarot Frage vorbehaltlos und offen gestellt, werden Sie darauf garantiert eine schlüssige Antwort erhalten.

Problematischer gestaltet sich eine Tarotlegung immer dann:

  • wenn Tarotkarten zu oft befragt werden
  • wenn die Erwartungshaltung zu hoch ist
  • wenn sich Tarotkarten Aussagen widersprechen
  • wenn der Deutungshorizont des Tarotlegers zu klein ist
  • wenn der Fragesteller mit der Tarot-Antwort unzufrieden ist
  • wenn Wünsche in die Tarotkarten hineininterpretiert werden
"Tarot ist ein guter Diener, aber ein schlechter Herr."
Hajo Banzhaf

Das Tarotdeck dient dem Fragesteller keineswegs dazu, ihm eine Lösung, einen Rat oder eine Antwort auf dem Silbertablett zu servieren. Die Tarotkarten können niemandem die Entscheidung oder das eigene Handeln abnehmen. Auch kann das Tarot keine medizinischen Diagnosen ersetzen, konkrete Namen einer Person verraten oder die Lottozahlen vorhersagen. Sie können aber Konsequenzen aufzeigen, die eigene Bewusstwerdung fördern und so beispielsweise zur Entscheidungsfindung beitragen.

10 typische Tarotkarten Legesysteme kurz erklärt

So viele unterschiedliche Decks beim Tarot existieren, so viele und mehr unterschiedliche Legearten gibt es wohl auch. Da verliert man nicht nur als Anfänger im Tarot schon mal den Überblick. Unsere Berater mit Tarot-Fähigkeiten beherrschen aber die gängigen Legesysteme und Tarot-Decks und können dank ihrer Erfahrung auch direkt und individuell auf Sie und Ihre Fragestellung eingehen.

Alle angewendeten Tarotkartensysteme zeigen einen Ausgangs- und Endpunkt des persönlichen Weges an. Die dazwischen liegenden Tarotkarten symbolisieren Chancen und Risiken dieses Weges, Umwelteinflüsse sowie bewusste und unbewusste Tendenzen. Viele der Tarot Legearten-Namen leiten sich von der jeweiligen Legefigur ab, die durch die Tarotkarten abgebildet werden.

1. Tarot Legesystem: Die Tageskarte

Am einfachsten ist es, eine einzelne Tarotkarte als Tageskarte zu ziehen. Die Tarot Tageskarte gibt Auskunft über Chancen, Risiken und allgemeine Tendenzen an dem betreffenden Tag gibt. Das Legen der Tageskarte ist beliebt, da man hier schnell Erkenntnis erlangt und sich gut auf die anstehenden Ereignisse des Tages vorbereiten kann.

Die Tageskarte gibt Ihnen den Impuls für das Hier und Jetzt, d.h. sie liefert eine Momentaufnahme. Ähnlich ist es bei der Tarot-Wochenkarte, der Tarot Jahreskarte oder der Tarot Lebenskarte. Bei allen anderen Legesystemen wird mindestens noch eine weitere Karte aufgedeckt, meist werden aber deutlich mehr Tarotkarten für eine Legung gezogen.

2. Tarot Legesystem: Das 3 Karten Orakel

Zum Beispiel können drei Tarotkarten nacheinander gezogen werden, die Auskunft über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft geben. Die erste gezogene Tarot Karte blickt zurück in die Vergangenheit, die zweite gezogene Tarot Karte repräsentiert die aktuelle Situation und die dritte gezogene Tarot Karte lässt den Fragesteller in dessen Zukunft schauen.

3. Tarot Legesystem: Das Krisenspiel

Soll mithilfe einer Tarotkarten Legung genauer ergründet werden, wie man sich aus einer persönlichen Krise befreien kann, kann getrost auf das Krisenspiel zurückgegriffen werden. Das Tarot Legesystem Krisenspiel wird mit 4 Tarotkarten gelegt, die auf ihrem jeweiligen Platz jeweils ihre eigene Grundbedeutung einnehmen. Die erste Karte offenbart dem Fragesteller, was gescheitert ist. Die zweite Karte zeigt an, was verschont geblieben ist. Und Karte 3 zeigt den Ausweg an, der schließlich zum Ziel (Karte 4) führt.

4. Tarot Legesystem: Das Partnerspiel

Immer wenn es Redebedarf in einer bestehenden Beziehung gibt, ist es angebracht, dass Partnerspiel mit Tarotkarten zu legen. Ein besonderes Merkmal dieses Legesystems ist, dass hier beide Partner während der Legung anwesend sind und nacheinander jeweils 3 Tarotkarten selbst auslegen. Aus diesem Legemuster ergibt sich dann jeweils ein Ratschlag für jeden Partner und eine gemeinsame Aufgabe an das Paar. Fragen, die mit dem Partnerspiel im Tarot geklärt werden können, sind: "Wie steht es um unsere Beziehung?" bzw. "Wie stehe ich / wie stehst du zu unserer Beziehung?"

5. Tarot Legesystem: Keltisches Kreuz

10 Tarotkarten werden beim keltischen Kreuz verwendet, welches ein weiteres sehr beliebtes und bekanntes Tarotkarten-Legesystem ist. Die Tarotkarten liegen beim „keltischen Kreuz“ in Kreuzform angeordnet und geben letzten Endes darüber Auskunft, worauf einen Entwicklung hinausläuft und wofür diese gut ist. Oftmals beschränkt sich die Tarotlegerin hier auf die 22 Tarotkarten der Großen Arkana. Darüber hinaus findet dieses Legesystem beim Tarotlegen auch Anwendung, wenn die Bedeutung einer zuvor gelegten Karte unklar geblieben ist.

6. Tarot Legesystem: Die Anubiswaage

Zu den weiteren unzähligen bekannten Tarotkarten Legesystemen gehört auch die Anubiswaage. Es bezieht sich in der Namensgebung auf altägyptische, religiöse Überzeugugen, wonach jeder Mensch von dem Seelengeleiter Anubis zum Totengericht geführt wird. Insgesamt werden für das Legesystem Anubiswaage 7 Tarotkarten gezogen. Die erste Karte klärt dabei das Anliegen des Fragestellers. Die letzte Tarot Karte der Anubiswaage fällt dann schließlich das Urteil, d. h. sie zeigt an, wie sich die Angelegenheit nach dem derzeitigen Stand final entwickeln wird.

7. Tarot Legesystem: Das Narrenspiel

Das Narrenspiel ist einigen Tarotkartenlegern vielleicht auch als Weg des Narren bekannt. Dieses Tarotkarten Legesystem kann in einer kleinen oder in einer großen Variante gelegt werden. Bei der großen Legung werden für das Narrenspiel 13 Tarotkarten gezogen, wobei eine davon die Karte "Der Narr" ist. Sie ist Ausgangspunkt der Deutung und stellt die aktuelle Situation des Fragestellers da.

Alle Tarot Karten, die vor dieser Hauptkarte liegen, repräsentieren die Vergangenheit. Alle Karten nach ihr geben einen Ausblick in alles Kommende. Die 13 Tarot Karten werden für den Weg des Narren in einer Reihe gelegt. Die kleinere Variante legt man entsprechend mit nur 7 Karten.

8. Tarot Legesystem: Das kleine Hufeisen

Das kleine Hufeisen ist ein weiteres beliebtes Tarotkarten Legesystem. Hier werden 7 Tarot Karten verdeckt ausgelegt und schrittweise umgedreht. Das Auslegeschema ähnelt dabei dem Buchstaben U bzw. einem Hufeisen. Die ersten 3 aufgedeckten Symbolkarten zeigen die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft an. Die vierte Karte beinhaltet einen Rat, die fünfte erörtet Einflüsse aus der Umgebung des Fragestellers und die sechste Karte deutet die Hindernisse an, die auf den Ratsuchenden zukommen können. Und schließlich bringt die siebente Karte das Ergebnis zu tage.

9. Tarot Legesystem: Die Jahreslegung

Wer an einer umfangreicheren Tarot Legung interessiert ist, sollte auf die Jahreslegung mit Tarotkarten zurückgreifen. Die bei diesem Tarotkarten Legesystem gezogenen 24 Karten verschaffen dem Fragesteller einen großen Überblick über die nächsten 12 Monate seines Lebens. So lassen sich treffsichere Aussagen zum Verlauf eines kompletten Jahres machen, die dabei helfen können, sich emotional auf alles Kommende in allen Lebensbereichen vorzubereiten.

10. Tarot Legesystem: Die Raunachtslegung

Eine besondere Form der Jahreslegung bildet die Raunachtslegung mit Tarotkarten, die auf eine alte Tradition zurückgeht. Rauhnächte bzw. Rauchnächte gelten einer Volkssage nach als besonders geheimnisvolle Nächte, sodass sich die Zeit zwischen dem 25. Dezember und dem 6. Januar besonders für das Befragen eines Kartenorakels eignet. Weil viele Menschen in diesem Zeitraum ihr Los für das neue Jahr ziehen, werden sie manchmal auch als Los-Nächte bezeichnet.

Soll eine Tarot Rauhnachstlegung durchgeführt werden, bietet es sich zum Beispiel am Abend des 25. Dezember an die erste Tarotkarte zu ziehen. Sie repräsentiert dann den Verlauf des ersten Monats des kommenden Jahres, sprich den Januar. Die zweite Karten wird dann abends am 26. Dezember gezogen und gibt Auskunft über den Februar usw. Auch ist es möglich an jedem Abend dieser 12 Raunächte jeweils 2 Tarotkarten zu ziehen, beispielsweise eine aus der Großen Arkana und eine aus der Kleinen Arkana.

Tarotlegung am Telefon durchführen

Alle von unseren Tarotlegern angewendeten Tarot-Legesysteme zeigen einen Ausgangs- und einen Endpunkt des Lebensweges des Fragestellers an. Die dazwischen liegenden Tarot Karten symbolisieren Chancen und Risiken dieses Weges, Einflüsse des Umfeldes sowie bewusste und unbewusste Tendenzen.

Die Tarotkarten werden dabei für sich und in Bezug auf ihren Platz im jeweiligen Legesystem interpretiert. So werden nicht nur die einzelnen Tarot Bedeutungen für Sie und Ihre Fragestellung erkennbar. Beim telefonischen Kartenlegen mit Tarot erfahren Sie auch, welche Stellung jede einzelne Tarotkarte innerhalb des Systems hat und in welcher Beziehung sie zu den übrigen Tarotkarten steht. So wird jede Problematik von allen Seiten beleuchtet und für Sie klar und verständlich formuliert.

Wie lassen sich umgekehrte Tarotkarten deuten?

Wenn während einer Tarot Legung Tarotkarten auf dem Kopf stehend erscheinen, werden diese von vielen Tarotkartenlegern anders interpretiert als wenn die Tarot Karten richtig herum aufgedeckt werden. Grundsätzlich gibt es 3 Deutungsmöglichkeiten, wenn Tarot Karten umgekehrt gelegt werden:

  1. Die Tarotkartenlegerin ignoriert diese umgekehrte Karte und dreht sie vor dem Deuten richtig herum.
  2. Die Tarotkartenlegerin erkennt in den umgekehrten Tarotkarten ein Hindernis oder einen Widerspruch, der die Grundthematik der Karten betrifft.
  3. Die Tarotkartenlegerin deutet die umgekehrt liegenden Tarotkarten überwiegend negativ.

Wann tritt etwas ein? Mit Tarotkarten Zeiträume erfragen

Wer mit dem Tarot Zeiträume herausfinden möchte, besitzt grundsätzlich erst einmal zwei Möglichkeiten zeitliche Aspekte über die Tarotkarten zu erfragen. Entweder wird der zeitliche Aspekt bereits in die Fragestellung mit eingebunden: Wie wird meine 6 monatige Probezeit verlaufen? Oder er ergibt sich aus den gelegten Tarot Karten, ohne dass eine konkrete Zeitspanne in der Frage mitschwingt.

Entscheidet sich der Fragesteller für die zweite Variante, erhält er damit regulär eine Vorhersage für die nächsten drei bis 6 Monate. Nicht selten verlängert sich dieser Zeitraum jedoch, wenn nach konkreten Entwicklungen gefragt wird, z. B. in der Liebe, im Beruf oder finanzieller Natur. Eine passende Frage dazu könnte beispielsweise so lauten: Wann werde ich eine neue Beziehung eingehen?

Zeitbestimmung im Tarot über Legemethoden

Zeitbestimmungen im Tarot können aber auch direkt über bestimmte Legesysteme in Erfahrung gebracht werden. Ein gutes Beispiel dafür ist die Tarot Legemethode „Der astrologische Kreis“. Der astrologische Kreis wird gerne gelegt, wenn ein zeitlicher Ablauf seitens des Fragestellers gewünscht wird.

Dabei soll dieses Legemuster einen Einblick in die nächsten 6 Monate geben. Manche Tarotisten stellen mithilfe des astrologischen Kreises aber auch einen Ausblick für 1 Jahr in Aussicht. Und wiederum andere Tarotleger gehen sogar so weit und berechnen die Zeit im Tarot mit der astrologischen Kreislegung anhand eines eigenen Zeit-Umrechnungssystems.

Bei der zuletzt genannten Variante steht bei den 12 ausgelegten Tarotkarten immer die Frage im Raum: Zeigen die Tarotkarten Tage, Wochen, Monate oder Jahre an? Zeigen sich bei den hinterfragten Karten zeitraffende Tarotkarten, spricht dies für eine Deutung im Tages- oder Wochenrhythmus. Treten dagegen vor allem zeitdehnende Tarotkarten auf, wird „Der astrologische Kreis“ eher in Monaten und Jahren gedeutet.

Im Tarot Zeiten bestimmen über einzelne Tarotkarten

Soll ein zeitlicher Aspekt mithilfe des Tarots näher beleuchtet werden, richten viele Tarotleger bei einer Deutung ihr Augenmerk auf die Stabkarten, die Kelchkarten, die Feuerkarten und die Münzkarten im Tarot-Kartendeck. Denn auch diesen Karten der Kleine Arkana schreiben Tarotisten einige zeitliche Merkmale zu, die für eine treffsichere Deutung mit dem Tarot bedeutend sein können.

Tarotkarte
Zeitspanne
8 Stäbe
zeitverkürzend / 8 Wochen
7 Münzen
zeitverzögernd / 7 Jahre
3 Schwerter
zeitverkürzend / 3 Tage
5 Kelche
zeitverzögernd / 5 Monate

Das verwundert einerseits nicht, denn diese Zahlenkarten bieten wegen ihrer numerischen Abfolge von 1-10 eine gute Grundlage für eine zeitliche Tarot Deutung. Erstens, weil sie die Zahlen in allen vier Serien der Kleinen Arkana immer wieder vorkommen. Zweitens, weil sie in den Augen einiger Tarot-Experten eine Entwicklung widerspiegeln und damit indirekte zeitliche Beschreibungen enthalten.

So wird der Zahlenwert 1 bei den Tarot Feuerkarten, den Tarot Kelchkarten, den Tarot Münzkarten und den Tarot Stabkarten sehr oft als Auftakt bzw. als Beginn einer Entwicklungslinie gedeutet, die mit der Zahl 10 schließlich vollendet ist. Je höher der Tarotkarten Zahlenwert ist, desto eher kommt das Geschehen also in Gang.

Manchmal braucht es aber auch gar keine direkten Zeitangaben, um beim Kartenlegen mit Tarotkarten eine befriedigende Antwort auf Zeitfragen zu finden. Denn nicht selten genug zeigt sich bei Tarot Deutungen, dass Wünsche und Ziele in greifbarer Nähe sind, aber zur Verwirklichung dieser bestimmte Verhaltensweisen oder Bedingungen erfüllt werden müssen.

Auch diese „Wenn..., dann...“-Aussagen können sowohl für einen kurzfristigen Tarot Ausblick als auch für einen langfristigen Tarot Ausblick sehr ertragreich sein und viele hilfreiche Erkenntnisse zu Tage bringen. Ganz speziell, wenn das Tarot Hilfestellung leisten soll, ob ein Entschluss früher gefasst oder vertagt werden sollte.

Natürliche Zeitabfolgen in den Tarotkarten deuten

Die starke Tarotkarten Symbolik beherbergt darüber hinaus weitere Andeutungen und Hinweise, die für Fragen nach Zeitangaben im Tarot aufschlussreich sein können. Werden die Karten der Großen Arkana in ihrer Reihenfolge nacheinander ausgelegt, wird Folgendes ersichtlich: Die 22 Trumpfkarten unterteilen sich in einen Tagesbereich und einen Nachtbereich.

Die erste Hälfte der Tarotkarten kennzeichnet sich also durch eine helle Symbolik, die sich durch die Präsenz des Lichtes bzw. der Sonne hervortut. In der Bildersprache der zweiten Hälfte der Tarotkarten nimmt dagegen die dunkle Symbolik zu; die Farben Schwarz und Grau treten verstärkt auf und düstere Szenarien zeigen sich.

Einige Tarot-Experten sehen in diesem natürlichen Zyklus ein Prinzip dargestellt, das sich ebenfalls auf die zeitliche Deutungsebene auswirken kann. So lassen sich mitunter nicht nur Jahreszeiten, Tageszeiten und Nachtzeiten in den Tarotkarten ablesen. Der symbolische Verlauf der Sonne im Tarot bietet sich mitunter auch an, um Aussagen über den Reifeprozess und den Erkenntnisstand des Fragestellers treffen zu können.

Lichtkarten im Tarot können folglich für einen positiven zeitlichen Verlauf sprechen, bei dem der Fragesteller sich auf einem guten Weg befindet, seine Ziele und Wünsche zu erreichen. Im Gegenzug können Schattenkarten im Tarot auf Umwege, zeitliche Verzögerungen und Stagnationen hinweisen, die dem Fragesteller Geduld abverlangen und dessen Ziele womöglich in weite Ferne rücken.

Gibt es Ortskarten im Tarot?

Wer sich bei einer Tarot Befragung intensiv mit dem Wie und dem Wann eines Ereignisses auseinandersetzt, wird früher oder später auch die Frage geklärt wissen möchten, wo sich etwas ereignen wird. Wo ist der rechte Weg für mich? Wo finde ich die wahre Liebe? Wo kann ich auf Hilfe hoffen? Wohin muss ich gehen, um mein Glück zu finden? Im eigentlichen Sinn gibt es nur zwei Tarotkarten, die auf den ersten Blick als Ortskarten im Tarot aufgefasst werden können: Der Turm und Die Welt.

Bei der erstgenannten Deutungskarte steht ein sicher geglaubter Zufluchtsort aufgrund eines Blitzschlages in Flammen und erweist sich plötzlich als gefährlicher Ort, der 2 Menschen zu Fall bringt. Die zweitgenannte Karte rückt das große Ganze in den Mittelpunkt des Geschehens, d. h. den in sich geschlossenen Lebensbereich, indem sich das gesamte Leben und Dasein eines jeden Menschen abspielt und dessen Wirkungsfeld sich keiner entziehen kann. Zwei interessante Karten für Fragesteller, die wissen möchten, wo sich wesentliche Entwicklungen vollziehen werden bzw. wohin sich etwas zum jetzigen Zeitpunkt entwickelt.

Dennoch wird schon hier ersichtlich, dass das Tarot im Gegensatz zu anderen Kartendecks keineswegs als ortsbestimmendes Blatt entwickelt worden ist. In den Tarotkarten finden sich keine alltäglichen Schauplätze, die den unmittelbaren Lebensbereich eines Menschen wiedergeben (Arbeitsplatz, Wohnung, Freizeit etc.).

Ortsbestimmende Tarotkarten finden

Tarotkarten sind überwiegend ortsungebunden und illustrieren in erster Linie Schauplätze von größerer und übergeordneter Natur. Man denke zum Beispiel an die machtvollen oder religiösen Wirkungsstätten, die sich leicht mit der Figur des Herrschers oder der Rolle der Hohepriesterin assoziieren lassen. Oder an die Hölle, die sich in der Teufelskarte manifestiert. Es sind also vielmehr Prüfungen, Lehren und Erkenntnisstationen ohne festen Ort, die das Tarot mit jeder Karte dem Fragesteller preisgibt.

Nichtsdestotrotz lässt sich beim Kartenlegen mit Tarotkarten oftmals doch ein räumlicher Bezug für die Beantwortung einer Fragestellung herstellen. Insbesondere die Neu-Illustration des Tarot-Blatts im Rider Waite Tarot gibt Tarotlegern neue Möglichkeiten, konkretere Örtlichkeiten bzw. ortsbestimmende Tarotkarten ausfindig zu machen.

So erleichtern die erkennbaren Landschaften in der Kleinen Arkana beispielsweise den Zugang zu einer präzisen Deutung. Und auch der Eremit kann unter gewissen Umständen ganz konkret auf eine abgeschiedene Gegend hinweisen. Ob sich mit den genannten Tarotkarten dann tatsächlich eine räumliche Aussage treffen lässt, entscheidet sich aber letztendlich immer im Einzelfall.

Lassen sich mit hebräischen Buchstaben Tarotkarten entschlüsseln?

Als ein weiterer häufig gewählter Weg, das Tarot umfassend zu deuten, sei an dieser Stelle das hebräische Alphabet erwähnt. Tarotisten bietet es einen interessanten Deutungszugang, der erneut die starke Ausdruckskraft der Tarot Motive und die von ihnen ausgehende Faszination untermauert.

Antoine Court de Gébelin war der erste von vielen weiteren Tarotkundigen, die esoterische Systeme untereinander verknüpften. Ihm ist es zu verdanken, dass die 22 Tarot Trumpfkarten eine Verbindung zu den 22 hebräischen Buchstaben erhalten haben. Hintergrund dieser Verknüpfung war die Idee und Überzeugung, dass die Tarotkarten das Wissen der Ägypter in sich tragen und die 22 Haupttrumpfkarten dem hebräischen Alphabet entsprächen.

Gébelins Zuordnung basiert auf der Beobachtung, dass es zwischen den dargestellen Gegenständen auf den Tarotkarten, den Namen der dargestellten Person und der Art und Weise, wie diese Figur abgebildet wird, einen kausalen Zusammenhang gibt. So ähnelt die jeweilige Darstellung der Kartenfigur stark dem hebräischen Buchstaben, mit den die abgebildeten Gegenstände des Kartenmotives jeweils beginnen.

Sind Tarotkarten hebräische Alphabet-Karten?

Der erste hebräische Buchstabe „Alef“ findet sich beispielsweise in dem hebräischen Wort für Magier wieder (Aschaf). Und auch die abgebildeten Gegenstände, wie die Münze (Agorah), der Kelch (Agan) oder der Dolch (Ariran) beginnen ebenfalls mit dem hebräischen Buchstaben „Alef“. Und auch die Magier-Figur selbst besitzt eine Formähnlichkeit zur Schreibweise des Buchstabens „Alef“.

Auch wenn die jeweilige Zuordnung der hebräischen Buchstaben zu den einzelnen Tarotkarten von Tarotgelehrten, wie Papus, Wirth und Crowley, auf unterschiedliche Weise erfolgte, erinntert das Prinzip dabei an sogenannte Alphabet-Lernkarten, die bis heute oft für Schulanfänger eingesetzt werden, um ihnen das Erlernen des Alphabets zu erleichtern. Ist dies ein Zufall oder wurde das wahre Geheimnis der Tarotkarten damit entzaubert? Letzendlich kann diese Frage nach dem derzeitigen Forschungsstand nicht abschließend beantwortet werden.

Fakt ist aber, dass das hebräische Alphabet von einigen Tarotlegern bis heute gerne herangezogen wird, um dem Gehalt der Tarot Symbolsprache beim Deuten noch umfassender Rechnung zu tragen. Insbesondere wenn das Tarot kabbalistisch gedeutet wird und den einzelnen hebräischen Buchstaben weitere magische Aspekte und Eigenschaften zugeschrieben werden, die für eine umfassende Tarot Auslegung relevant sein können.

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